Ich denke, dass viele Menschen heutzutage sich nie philosophische Fragen über das Leben stellen. Sie nehmen es einfach hin, ohne auch nur einen Gedanken an einen Lebensinn zu verschwenden.
Wieso sind wir überhaupt da?
Um sich diese Frage zu beantworten, muss man erstmal für sich entscheiden, was Glück ist und welche Ziele man hat.
Aristoteles hat einmal gesagt, dass Glück das höchste Gut im Leben ist, also somit das höchste, zu erreichbare Endziel. Nun, aber was ist Glück?
Glück definiert jeder Mensch anders. Für manche bedeutet Glück Geld, oder einfach materielle Dinge. Andere sehen Liebe oder Gesundheit als Glück an.
Ich glaube, dass man glücklich ist, wenn man keine Wünsche mehr hat. Vielleicht zählt dies nur als einzelner Moment. Ich meine, wer ist schon wunschlos?
Allerdings gilt, wie es in der bekannten Inschrift auf Delos heißt: "Schönster Schmuck ist gerecht sein. Bester Besitz die Gesundheit. Süßeste Freude ist dies: wenn man gewinnt was man liebt."
Zurück zur Frage nach dem Sinn des Lebens. Kann ich sie für mich beantworten?
Ich glaube ja. Denn für mich gilt die Geschichte von Platon. Mein Sinn und vielleicht auch der Sinn aller Menschen ist es, sein Gegenstück zu finden.
Vor langer Zeit waren die Menschen kugelförmig.
Sie rollten glücklich und bedürfnislos
über die Erde. Den Göttern gefiel das
nicht, sie hatten keine Macht über die
Kugelmenschen. Da kam Zeus auf die Idee,
sie entzweizuschlagen, um ihre Bedürfnisse
zu wecken. Seitdem sind die Menschen
unvollkommen und sehnsüchtig auf der
Suche nach Ergänzung und Spiegelung.
So erzählt es Aristophanes in Platons Trinkgelage.
Ich finde diese Vorstellung sehr schön und würde auch das Bedürfniss nach Liebe erklären.
Aber im Nachhinein birgt das Leben bestimmt noch viele andere Möglichkeiten. Doch das muss jeder für sich selber erkennen und herausfinden...
© Lisa
♥
Glücklich allein ist die Seele, die liebt.
(J.W. von Goethe)
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